Ein Gleichgewicht in der Welt schaffen durch die Entwicklung des Herzchakra
- Melanie Berger

- vor 2 Tagen
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In unserer heutigen Welt ist in vielen Lebensbereichen ein Ungleichgewicht eingetreten. Beispielsweise hat eine kleine Anzahl von Menschen so viel Geld zur Verfügung, dass sie es kaum ausgeben können und andere kämpfen ums Überleben. Die einen leiden an Übergewicht, andere an Hunger usw. Dies betreffen augenscheinlich äußere Verhältnisse. Doch woher kommen diese Missstände? Sind es nicht zuerst innere Werte oder unverhältnismäßige Begehrenszüge des Menschen, wo das Ungleichgewicht beginnt? Kann man es sich nicht so vorstellen, dass wenn einer über seine Verhältnisse mehr nimmt, als dass er braucht, ein anderer dafür zu wenig hat? In einer Welt, in welcher der Materialismus das wichtigste Gut zu sein scheint und das Streben nach Geld und Reichtum häufig an oberster Stelle steht – können keine ausgewogenen Lebensverhältnisse herrschen. Ein weiteres Problem liegt insbesondere auch hierin, dass der Sinn des Lebens von religiösen Einrichtungen nicht mehr beantwortet wird. Das Individuum irrt -im übertragenen Sinne- wie durch die Dunkelheit und findet seinen Weg nicht mehr, weil das Licht der Gedankenkraft fehlt. Diese „innere“ Leere lässt den Menschen mehr und mehr in den kompensatorischen Konsum übergehen. Insgesamt kann man sagen, dass sich die menschliche Gesellschaft mehrheitlich zwischen Polaritäten bewegt, es zu Spaltungstendenzen und in letzter Konsequenz zu Krieg führt. Die sogenannte goldene Mitte, welche ein Gleichgewicht schaffen würde, fehlt. Doch wie kann das einzelne Individuum einen sinnvollen Beitrag leisten, als dass dieses Gleichgewicht neu hergestellt werden kann?
Das Herzchakra

Die indische Mythologie kennt die sogenannten Chakren,
an der Anzahl sieben. Sie beschreiben verschiedene
seelische Entwicklungsdimensionen oder Möglichkeiten
des seelischen Daseins. Das Herzchakra nimmt hier eine
Mittenstellung ein zwischen drei oberen und drei unteren
Chakren. Es schafft einen Ausgleich zwischen einem oberen
geistigen Pol, zu einem unteren irdischen oder anders
ausgedrückt von oben und unten und zwischen innen und
außen. Man kann im Allgemeinen sagen, dass das entwickelte Herzchakra ein Gleichgewicht und somit eine Auflösung von Polaritäten schafft. Die Menschen finden durch Inhalte und Themen zu einer Verbindung und Spaltungen kommen zur Auflösung. Wie sich ein wahres Herzensfühlen empfinden lässt, hat der spirituelle Lehrer Heinz Grill in einem Artikel folgendermaßen beschrieben:
„Die Eigenschaften des Herzzentrums sind: Innerlichkeit bei gleichzeitiger Offenheit nach außen, tiefe Ruhe bei bestehender Wachheit, friedvolle Sanftmütigkeit und dennoch konkrete Denk- und Willenstätigkeit und die Fähigkeit mit allen Menschen -gleich welcher Gesinnungsart- beziehungsvoll und aufbauend umgehen zu können. Schließlich ist eine Eigenschaft des Herzzentrums die natürliche Frömmigkeit und ein gehobener Sinn für Ästhetik. Eine weitere Wahrnehmung ist ein inneres Wärmegefühl und ein inneres Liebesgefühl als wirkliches dauerhaftes Gefühl, das sich nicht als vorübergehende Emotion zeigt.“ Quelle: https://wiki.yoga-vidya.de/Herzzentrum
Wie findet das Herzchakra zu einer Erkraftung oder Entwicklung?
Nun möchte ich anhand des genannten Begriffes der Ästhetik praktisch erklären, wie das Herzchakra zu einer ersten Entwicklung kommen kann. Beispielsweise kann ein Mensch sich sehr viel Wissen über Ästhetik aneignen. Allein durch Wissen, welches der Mensch anhäuft, findet das Chakra jedoch noch zu keiner konkreten Erkraftung. Anders wird es, wenn sich Jemand vornimmt, es sich als Ziel setzt und es zu seinem Ideal erhebt, sich auf eine Weise mit dem Begriff auseinanderzusetzen, als dass er ihn flexibel im Leben anwenden kann und schlussendlich zu diesem Geworden ist. Hierfür muss sich der Übende intensiv an den Begriff hinwenden, ihn erforschen und beobachten, welche Fähigkeiten Menschen haben, die einen ästhetischen Ausdruck in ihrer Lebensweise besitzen. Die indische Mythologie kennt den Begriff sat und asat, was übersetzt sein oder nicht sein bedeutet. Abstraktes Wissen, welches noch nicht zur eigenen Persönlichkeit geworden ist, ist ein asat. Wer aber durch ausreichende Auseinandersetzung und praktisches Üben im Leben „ästhetisch geworden ist“, der hat sein Herzchakra in ersten Zügen entwickelt und ist zum sat geworden. Es wird dem Menschen möglich sein, in allen seine Lebensbereichen und zwischenmenschlichen Beziehungen ästhetisch zu sein und somit ist er authentisch geworden.
Es gibt die Bibelstelle wo es heißt: „Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motte und Rost zerstören und wo Diebe einbrechen und stehlen; sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Rost zerstören und wo Diebe nicht einbrechen und nicht stehlen; denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.“ (Mt 6,19–21).“
Die Entwicklung von Tugendkräften, die zu einer Erkraftung und Entwicklung des Herzchakra führt, ist wie ein Schatz im Herzen, der über den Tod hinaus bleibt und nicht der irdischen Vergänglichkeit angehört.
Warum schafft dies ein Gleichgewicht auf Erden?
Das entwickelte Herzchakra führt immer zu einem Ausgleich oder Gleichgewicht zwischen zwei sich gegenüberstehenden Polaritäten. Ein Inhalt, welcher der Mensch sich vorgenommen und zu welchem er schlussendlich geworden ist, führt immer zu einer Verbindung zwischen zwei gegensätzlichen Polen wie - anfangs bereits erwähnt.
Für die bessere Verständlichkeit möchte ich ein praktisches

Beispiel. Wenn jemand die Tugendkraft der Ästhetik ent-
wickelt hat leben und wirken die Eigenschaften der dieser
direkt durch den Menschen in seiner Umgebung. Überall
dort, wo der Mensch auftritt wird kein oder sehr wenig
unästhetisches Verhalten vorhanden sein. Und so wie
Gedanken in Licht-geschwindigkeit wirken, so wirkt auch
diese Fähigkeit in der Atmosphäre. Sie verströmt sich wie
ein Duft in der Umgebung, welcher von den Winden weitere getragen wird. Die Wirkung ist nicht nur unmittelbar subjektiv beim Individuum wahrnehmbar, sondern lebt auf objektive Weise in der Atmosphäre. Entwickelte Werte haben eine weitreichende Ausstrahlung.
Melanie Berger
Im Juli 2026



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