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Die heilsame Bedeutung der Zielsetzung

  • Autorenbild: Melanie Berger
    Melanie Berger
  • vor 19 Minuten
  • 4 Min. Lesezeit

Was sind Ziele?

Gerade über den Jahreswechsel bilden sich viele Menschen Gedanken und schmieden Pläne für das neue Jahr. Doch was genau sind Ziele? Eine Google-Definition benennt es folgendermaßen: „Es beschreibt einen in der Zukunft liegenden Zustand, der sich vom gegenwärtigen Zustand unterscheidet und kurz- oder langfristig erstrebenswert ist.“ Eine weitere sagt aus: „Ein Ziel oder eine Zielsetzung ist eine Vorstellung von der Zukunft oder einem gewünschten Ereignis, dass eine Person sich vorstellt, plant und sich zu dessen Erfolg verpflichtet.“ Ziele sind also

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Ereignisse, die sich weder in der Vergangenheit, noch in der Gegenwart, sondern in der Zukunft befinden.

Auf Grund dieses Zustandes kann man sich an Ihnen

orientieren, sie Anschauen und auf sie zugehen.

 

Die Unterscheidung eines Wunsches zu einem Ziel

Nun gibt es allerdings auch Menschen die sagen, dass sie sich nichts mehr vornehmen möchten, da die Vorhaben meist nicht in die Umsetzung gelangen und dadurch in der Folge ein deprimiert sein eintritt, welches man sich ersparen möchte. Sicherlich ist dies nachvollziehbar, die Problematik hierbei ist jedoch, dass es ohne geeignete Zielsetzung kaum Entwicklungsmöglichkeiten gibt. Woran liegt es aber, dass die Umsetzung nicht gelingt? Häufig sagen Menschen: „Ich will nächstes Jahr Gewicht verlieren“ oder „Ich will den Kopfstand lernen“ oder „Ich will toleranter sein“. Wenn man die Aussagen exakt betrachtet handelt es sich hierbei nicht um eine Zielsetzung, sondern um einen Wunsch. Etwas anders ist diese Aussage: „Im nächsten Jahr werde ich italienisch sprechen lernen“ Bei dieser Aussage handelt es sich zwar nicht um einen Wunsch, sondern um eine positive Affirmation, aber auch diese wird nicht unbedingt Früchte tragen. Die Ursache warum die Zielumsetzung nicht gelingt liegt daran, dass es nicht weniger um Ziele handelt, sondern um ein sogenanntes Wunschdenken. Die Problematik ist, dass ein Wunschdenken keine Anziehung für die Zukunft besitzt und daher weniger in eine Realisierung kommen kann.

 

Was braucht es nun, als das eine Umsetzung gelingt? Ein Ziel welches erreicht werden möchte benötigt ganz dringend einen Gedanken und hieraus eine exakte Vorstellung sowie eine konkrete Formulierung, die sich des reinen Wunsches enthebt. Es bedarf der konkreten Vorstellung und Auseinandersetzung, als dass der Erfolg eintritt.

Folgende Beispiele sind hier zu benennen: „Bis zum Ende des folgenden Jahres möchte ich mich mit dem Kopfstand auseinandersetzen und erforschen, wie die vertikale Form sich in der Bewegung anfühlt und welches innere verborgende seelische Bild im Kopfstand liegt“. Bei dieser Aussage ist bereits die Auseinandersetzung mit dem Ziel vorgegeben und bereits eine Aktivität enthalten. Es gibt einen konkreten Zielpunkt was genau erreicht werden möchte. Man kann sich direkt eine vertikale Linie oder den Kopfstand selbst vorstellen, wie man ihn praktiziert und welche Schritte zur Ausführung benötigt werden. Die konkrete Vorstellungsbildung besitzt eine Anziehung für die Zukunft und es entwickelt sich eine seelische Empfindung, wie sich die vertikale Form anfühlt. Wenn die Form in ein erstes Erleben gelangt, entsteht bereits eine Vorfreude und eine Motivationskraft die einen beschwingt, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und es weiterhin erreichen zu wollen. Das Ziel wird so nicht zu einer Belastung oder zu einem Störenfried, sondern zur Freude selbst da der eigene Wille befeuert wird.

 

Die Wirkung auf die Gesundheit

Ein Zitat des spirituellen Lehrers Heinz Grill kann hier eine erste Vorstellung eröffnen: „Man könnte sich fragen, was Ziele mit der Gesundheit zu tun haben. Nun strebt die Seele in ihrem inneren nach Entwicklung und ohne Ziele ist diese undenkbar. Wenn die Entwicklungsfrage nicht beantwortet wird, gelangen degenerative Prozesse heran.“ (siehe Artikel: Logik und Gesetzte der Gesundheit unter: heinz-grill.de)

 

Wenn sich der Mensch geeignete und angemessene Ziele für die Zukunft denkt, sich mit ihnen auseinandersetzt und diese entschlossen umsetzt, richtet er sich an diesen auf. Das dadurch entstehende Interesse an der Sache führt im Ergebnis zu einer gesamten Aufrichtung, dies sowohl psychisch als auch physisch in Form einer neuen Wirbelsäulenspannkraft. Insgesamt kann man sagen, dass diese Aufrichtung die man erlebt, den ganzen Bewegungsapparat stärkt und in der Folge weniger Schmerzen an der Peripherie zu beobachten sind.

 

Gerade in depressiven Episoden, wenn der Mensch einer

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schier unüberwindbaren Schwere unterliegt und ein Aufschwingen zu Zielen fast unmenschlich erscheint, ist der Prozess des Vorstellens neuer Möglichkeiten von großer Bedeutung. Das Gemüt befreit sich von den Schweretendenzen und blickt in eine hoffnungs-vollere Zukunft und das Leiden wird geringer. Es ist so, wie wenn von außen ein Licht dem Menschen entgegenstrebt und ihn aus der dunklen Wolke seiner schweren Gefühle befreit. Es ist die Eigenaktivität, die dem Menschen ganz allgemein neue Lebenskräfte zufließen lassen und sich dieser im Ergebnis einer besseren Gesundheit erfreut.

 

Ein weiteres Beispiel der heilsamen Wirkung der Zielsetzung wäre ein Spaziergang durch die Natur. Die Art und Weise, wie sich der Mensch mit der Natur in Beziehung bringt ist jedoch entscheidend. Die Natur selbst kann den Menschen nicht wirklich eine Heilung anbieten - auch wenn frische Lust sicherlich wohltuend ist. Man stelle sich vor, man gehe hinaus, wandere durch die Natur und ist mit in den Gedanken ganz in den Sorgen und Nöten des Alltags gefangen. Auf diese Weise findet der Atemapparat als auch die Neven zu keiner Entspannung, die man sich so häufig erhofft. Anders ist es, wenn man gezielt mit einer Idee den Spaziergang plant. Bspw. könnte man sich vornehmen die Aufmerksamkeit und die Wahrnehmung zu schulen und auf das Licht-Schattenspiel zu achten. Oder es ist möglich, sich eine Naturerscheinung herauszusuchen und diese für ca. fünf Minuten exakt anzuschauen und sie kurz darauf eigenständig nochmal neu in der Vorstellung zu erbauen. Auf diese Weise entspannt sich der Atemraum, wird besser belüftet und Toxine sowie Säuren können auf geeignete Weise besser ausgeschieden werden. Der geführte Sinnesprozess wirkt weiterhin entspannend und aufbauend auf das zentrale Nervensystem.

 

Hier gäbe es noch viele Beispiele aufzuzählen, wie der Mensch über das eigenaktive setzen von Zielen heilsame Prozesse einleitet. Wesentlich erscheint, dass der Mensch voranschreitet, als dass er nicht in seiner Seele verkümmert und sich in der Folge Krankheiten entwickeln.

 

Melanie Berger

Im Dezember 2025

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