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Kriterien zur Entwicklung des Herzchakra

  • Autorenbild: Melanie Berger
    Melanie Berger
  • vor 56 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

Im letzten Artikel wurde das Thema des Herzzentrums mit seiner friedensfördernden und somit ausgleichenden Wirkung behandelt. In diesem möchte ich nun konkrete Kriterien und Arbeitsschritte benennen, die zur Entwicklung des Herzmittelpunktes führen.

 

Zunächst ist es wesentlich zum Ausdruck zu bringen,

dass man ein Chakra nicht einfach durch ein Hände-

auflegen bspw. öffnen oder schließen kann. Die Frage

die sich hier stellt ist, was man öffnen oder schließen

soll, wenn nichts vorhanden ist? Ein Fenster kann man

nur dann öffnen und wieder schließen, wenn es als

solches auch vorhanden ist. Ein Chakra entfaltet sich

ganz allgemein durch seelisch-geistige Entwicklungs-

schritte die der Einzelne tätigt. Je nach Chakra, die an

der Anzahl sieben sind, benötigt es unterschiedliche Kriterien und Herangehensweisen. Insgesamt kann man

sagen, dass ein Chakra eine seelische Entwicklungsdimension darstellt. An dieser Stelle möchte ich ein Zitat des Geistforschers Heinz Grill benennen. Es stammt aus der Literatur: Die Seelendimension des Yoga auf S. 54 und bezieht sich auf das Herz: Das Herzzentrum ist der Ort der inhaltlichen Gestaltbildung, der Fähigkeit, dem Leben einerseits mit Ruhe, aber andererseits mit hoher Aktivität entgegenzugehen.“

 

Kriterien zur Entwicklung

Wer das Herzzentrum entwickelt möchte, benötigt zunächst einen sogenannten Inhalt, eine Idee, welche er zum Ideal im Leben erhebt und zu diesem Werden bzw. sich entwickeln möchte. Was bedeutet dies konkret? Ein Inhalt könnte es sein, dass man in seinem Berufsfeld seine Fachkunde so weit entwickelt, dass man diese zu jedem Zeitpunkt lebt und nach diesem handelt. Man in dieser Tätigkeit vollumfänglich authentisch in seinem Tun geworden ist und die Fachkunde somit lebt und verwirklicht hat.

 

Ganz allgemein findet das Herzzentrum durch die Kriterien, welche in der Folge aufgezählt werden, in eine erste Erkraftung:

 

1. Allgemein im sozialen Leben

·        sich moralisch hochwertige Inhalte und Ziele vornehmen, die bis zu einem Ideal

entwickelt und verwirklicht werden

·        ein bewusstes und aktives Denken heranbilden, dass harmonisch mit dem Sinnes- prozess und der Wahrnehmung zusammenfließt

·        Empfindungen entwickeln durch das Bilden von wahren und logischen Vorstell-

lungen und übertriebene Emotionen vermeiden

·        eine Frömmigkeit heranbilden

·        einen Sinn für ästhetisches Verhalten im Leben entwickeln

·        sich ganz allgemein eine objektive Sinneswahrnehmung aneignen

·        auf logische Denkvorgänge achten

 

2. Innerhalb der Yogaübungspraxis

·        die Aufmerksamkeit bei der Übung auf ein vorgenommenes Thema richten

·        ein Gedanke soll über den Körper bis in die Physis zum Ausdruck gelangen

·        exakte Vorstellung bilden über das Thema und in die Übungspraxis einfließen

lassen und die Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Körperregion legen

·        das Bewusstsein verbleibt während des Übens, insbesondere in der sogenannten

statischen Phase, immer gegenwärtig am Thema arbeitend

 

Abschließend kann gesagt werden, dass das Herzzentrum eine Anregung oder zu einer ersten Erkraftung kommt, wenn der Praktizierende sich vergegenwärtigt, dass nicht eine Erwartungshaltung an ein zu erreichendes Ergebnis oder der persönliche (energetische) Mehrwert im Vordergrund stehen sollte. Vielmehr kommt dem Übenden all dasjenige zu Gute, was er an Aufmerksamkeit, Beobachtungsgabe, Hinwendung und Gedankenkraft in die Übung hineinlegt. Dies kommt ihm dann ganz automatisch als aufbauendes und heilendes Ergebnis oder Entwicklungsmöglichkeit entgegen.

 

Eine Gesetzmäßigkeit ist es ganz allgemein im Leben,

dass all das den Menschen aufbaut, was man hinzu-fügt, und nicht dasjenige, was man für sich persönlich

herausnehmen möchte. Jeglicher Egoismus und niedere Taten schwächen unmittelbar das Herzzentrum.

 

Melanie Berger

Yogajournalistin

Im August 2026

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